Dirt Eater

Die Vorgeschichte von Sherlock (Jonathan Cooper)

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Tja! Was soll ich sagen?

Mein Name ist Jonathan Cooper; ich bin 32 Jahre alt. Ich bin Teilhaber einer Detektei, mein Wohnsitz lautet...

Ja, ich habe den Angeklagten gesehen, als er mit Frau Nicole W. Ehebruch beging! (Ich deute auf den Angeklagten). Ja, die Situation war eindeutig! (Mensch, wo bin ich hier schon wieder gelandet). Ja, die Videoaufnahmen habe ich erstellt.

So tief bin ich gesunken. Was ist bloß aus dem jungen engagierten Mann geworden?! Einst gut bezahlter Ermittler bei einer der renommiertesten Detekteien Seattles und jetzt das! Ich hatte mir meine Karriere irgendwie anders vorgestellt! Wie sollte ich denn auch wissen, wem ich da gerade ans Bein gepinkelt habe? Der Typ sah nicht gerade aus wie ein steinreicher Bankier in seiner zerschlissenen Jeans und seinem toughen Hemdchen. da tritt man doch gerne noch mal zu, auch wenn er schon am Boden liegt. Sein schickes Outfit hat mich nebenbei dann noch 15.000 Schleifen gekostet; Designerzeug halt. Ich konnte von Glück reden, dass sie mir meine Lizenz gelassen haben! Aber wofür? Um ein billiges kleines Büro hier in Downtown mit meinem Partner zu führen? Nicht gerade anspruchsvoll, wütende Ehemänner, die von ihren Frauen verlassen, betrogen oder bestohlen wurden, zu betreuen. Aber immerhin hält es mich am Leben! Und auf Jim ist eigentlich immer Verlass. Er, mehr der denkende, und ich, mehr der ausführende Teil unseres Unternehmens.

Leider ist die Auftragslage nicht immer so (eigentlich nie!), dass man sich Aufträge aussuchen könnte. Gezwungenermaßen musste ich auch mal den einen oder anderen ausknipsen, um unsere leere Kasse zu füllen. Da gewöhnt man sich auch dran.

Na ja, irgendwann wird mal der Tag kommen (ich hoffe, es lässt nicht all zulange auf sich warten), an dem ich den dicken Fisch an Land ziehe. Und dafür trainiere ich jeden Tag! Ach, was noch zu erwähnen wäre: Irgendwas ist in mir drin. Ein magisches Potential, wie es mir mal einer meiner Klienten gesagt hat. Er war völlig aufgelöst. "Wie kann man sich nur seiner Essenz berauben durch Metall im Körper?" hat er geschrieen. Ich habe zunächst gar nicht verstanden, was er von mir wollte! Aber als ich mich genau erinnerte, fiel es mir wieder ein. Als ich mir die Smartgunverbindung einbauen lies, fühlte ich mich wochenlang, wenn nicht gar Monate mies! Ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten und mir war tagelang übel. Er sagte, dass ich tief in mich gehen soll, um das ganze Potential in mir zu wecken. Und er hatte Recht....

Heute weiß ich, dass ich Ki-Adept bin. Ich weiß, dass ich einer der Besten werden kann. Ich weiß auch, dass es nicht leicht werden wird! So mancher Runner hat sein Leben ausgehaucht, weil er nicht vorbereitet war. Vorsicht ist meine Devise!

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